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Zink

Zink ist ein Spurenelement, das der Mensch über die Nahrung aufnimmt. Spurenelemente werden vom Körper zwar nur in kleinen Mengen benötigt. Trotzdem sind sie sehr wichtig für einen gesunden Stoffwechsel. Zink braucht der Körper vor allem für das Immunsystem und die Wundheilung. In zu großen Mengen führen die meisten Spurenelemente zu Vergiftungen

Was ist Zink?

Viele chemische Reaktionen in unserem Körper laufen mit Hilfe von Enzymen ab – einer Art "Beschleuniger", Katalysator. Und eine Vielzahl dieser Enzyme funktionieren nur mit Hilfe von Zink. Das Spurenelement ist daher an etlichen Stellen im Organimus wichtig.

Zum Beispiel ist es im Spiel, wenn Energie aus Zuckern, Eiweiß oder Fetten gewonnen wird. Daher brauchen wir Zink gerade in Wachstums- und Entwicklungsphasen wie der Kindheit. Auch bei der Wundheilung spielt Zink eine Rolle. Am bekanntesten ist Zink wohl dafür, dass es Funktionen bei der Körperabwehr im Kampf gegen Viren oder Bakterien erfüllt. Außerdem ist Zink ein Antioxidans, das sogenannte freie Radikale unschädlich machen kann. Diese reaktionsfreudigen Moleküle stehen in Verdacht, Krankheiten wie Krebs zu fördern.

Wir nehmen das Metall Zink mit dem Essen zu uns. Es gelangt über den Darm in den Organismus – gemeinsam mit anderen Metallen wie Kupfer, Eisen und Mangan. Im Körper sind zwischen einem und zwei Gramm Zink in Muskel, Leber, Nieren, Knochen und Haut gespeichert. Wird zu viel Zink aufgenommen, kann der Körper das Metall über die Galle wieder ausscheiden. Erwachsene brauchen täglich zwischen 7 und 10 Milligram (mg) Zink in der Nahrung, Säuglinge etwa 5 mg.


Ein Mangel an Zink ist zuerst ein Hinweis auf eine unausgewogene Ernährung. Fehlt es dem Körper an Zink, sind vermutlich auch andere Spurenelemente betroffen. Leeren sich die Zinkspeicher des Organismus, wird insbesondere die Haut in Mitleidenschaft gezogen. Wundheilungsstörungen können auftreten.

Kommt es wegen einer Mangelernährung zu einem Zinkmangel, fällt dieser oft erst spät auf. Denn der Körper plündert zunächst seine Zinkspeicher, bevor sich Mangelerscheinungen zeigen.


Welcher Zink-Wert ist normal?

Bei Erwachsenen gilt ein Zinkwert im Blutserum von 9 - 18 µmol/l (0,6 - 1,2 mg/l) als normal, im Blutplasma unterscheiden sich die Werte von Frauen (9 - 22 µmol/l bzw. 0,6 - 1,45 mg/l) und Männern ( 12 - 26 µmol/l bzw. 0,8 - 1,7 mg/l). Im Vollblut gemessen ist ein Zinkwert von 61 - 115 mmol/l (4,0 - 7,5 mg/l) normal. Bei Kindern beträgt der Normwert in Serum und Plasma 7,7 - 15 µmol/l (nach "Labor und Diagnose" von Lothar Thomas).

Zink kann auch im Urin gemessen werden. Dafür muss der Urin über 24 Stunden gesammelt werden. In diesem Sammelurin gelten Werte zwischen 2,3 - 12 mmol (0,15 - 0,80 mg) als normal.


Wann ist der Zink-Wert zu niedrig?

Nicht nur zu wenig Zink in der Nahrung kann einen Zinkmangel auslösen. Gefährdet sind auch Patienten mit Erkrankungen des Darms wie Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) und Patienten, denen große Teile des Dünndarms entfernt wurden. Sie können das Spurenelement womöglich nur noch eingeschränkt über den Darm aufnehmen. Bei der seltenen Akrodermatitis enteropathica verarbeitet der Körper das vorhandene Zink falsch, die Patienten leiden unter Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen. Verschiedene Krankheiten und Stress können die Zinkwerte beeinflussen.


Wann ist der Zink-Wert zu hoch?

Zu hohe Zinkwerte kommen vor allem dann vor, wenn zu viel Zink über die Nahrung aufgenommen wurde. Eine Kortisonbehandlung kann so viel Zink aus den körpereigenen Speichern freisetzen, dass der Zink-Blutwert höher als normal ist.


Kurz zusammengefasst:

Zink braucht der Körper zwar nur in kleinen Mengen, dafür aber immer. Das Spurenelement ist unter anderem wichtig für die körpereigene Abwehr von Infektionskrankheiten. Bei einem Zinkmangel heilen Wunden schlecht, es kommt zu entzündlichen Hautausschlägen. Gefährdet sind vor allem Patienten mit chronischen Darmkrankheiten.

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Sie müssen im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.



Dennis Ballwieser / www.apotheken-umschau.de; 04.12.2011, aktualisiert am 06.12.2011

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