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Natrium: Für den Körper unverzichtbar

Die Natrium-Konzentration darf nur wenig schwanken, da sonst die Übertragung von Nervenimpulsen gestört würde

Was ist Natrium?

Das chemische Element Natrium (Na) ist im Normalzustand wachsweich, silberglänzend und sehr reaktiv. Aufgrund seiner Reaktivität kommt es vor allem als Salzverbindung vor (zum Beispiel Kochsalz = Natrium-Chlorid). Natrium ist für Körper unverzichtbar. Dort liegt es vor allem als Ion, als positiv geladenes Na+, vor.

Ein menschlicher Körper von 70 Kilogramm enthält etwa 100 Gramm Natrium. Zusammen mit anderen Ionen ist Natrium dafür verantwortlich, eine Spannungsdifferenz zwischen Zellinnerem und -äußerem zu schaffen. Dieses elektrische Potential kommt durch den aktiven Ionen-Transport zustande: Kalium-Ionen werden in die Zelle hinein, Natrium-Ionen hinaus gepumpt.


Ein Natriummangel oder -überschuss im Körper liegt in der Regel nicht an einer zu geringen oder so großen Aufnahme. Vielmehr hängt die Konzentration im Blutserum mit dem Wasserhaushalt zusammen:

Wann fällt der Wert?

Hat der Körper zu viel Wasser aufgenommen oder zu wenig ausgeschieden, wird die vorhandene Menge Natrium im Körper verdünnt – die Werte fallen. Verminderte Natriumwerte können durch Wasseransammlungen im Gewebe, Schilddrüsenunterfunktion, Medikamente, Natriumverluste über die Nieren oder Nierenversagen bedingt sein.

Wann steigt der Wert?

Wurde zu wenig Wasser aufgenommen oder zu viel ausgeschieden, ist das vorhandene Natrium konzentrierter – die Spiegel steigen. Starkes Schwitzen, Durchfall oder auch künstliche Beatmung können die Werte erhöhen.

Reguliert wird der Natriumspiegel zusammen mit dem Wasserhaushalt. Entscheidende Rolle spielen dabei unter anderem die Hormone ADH, Aldosteron und Angiotensin II.

Welcher Wert ist normal?

Der Natriumspiegel schwankt normalerweise nur innerhalb enger Grenzen. So beträgt die Konzentration im Serum in der Regel zwischen 135 bis 145 mmol/l. Liegt die Konzentrationen außerhalb dieses Bereichs kann es zu schweren Komplikationen kommen: zu Verwirrtheit, Krämpfen, Koma bis hin zu Hirnblutungen und Thrombosen bei zu hohen Werten; Persönlichkeitsveränderungen, Verwirrtheit, Kopfschmerzen und Bewusstlosigkeit können bei zu niedrigen Werten auftreten.

In Kürze:

Natrium kommt im Körper als positiv geladenes Teilchen vor – vor allem außerhalb der Zellen. Es trägt zum Aufbau der elektrischen Spannung an den Zellmembranen bei und ist daher für die Weiterleitung von Nervenimpulsen, den Herzrhythmus, aber auch die Muskelarbeit extrem wichtig. Von großer Bedeutung ist Natrium darüber hinaus für die Wasserverteilung im Körper.


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



Dr. Ralph Müller-Gesser / www.apotheken-umschau.de; 17.06.2008, aktualisiert am 23.11.2011

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