Was sind Monozyten?
Monozyten gehören, mit einem Anteil von vier bis 13 Prozent, zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und stellen von diesen die größten Zellen dar. Wie die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) sind sie ein zellulärer Bestandteil des Blutes.
Im Blutkreislauf halten sich Monozyten nur kurze Zeit auf. Rasch wandern sie in die Gewebe ein und wandeln sich dort vorwiegend in Makrophagen um. Diese Makrophagen, auch Fresszellen genannt, spielen bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle. Sie kommen im Gewebe früh mit Erregern in Kontakt, verleiben sich diese regelrecht ein und machen sie damit unschädlich (unspezifische Abwehr). Daneben beteiligen sich die Monozyten aber auch an der spezifischen Abwehr, indem sie Teile der Erreger auf ihrer Zelloberfläche den anderen Abwehrzellen präsentieren und so zum Beispiel die Bildung speziell gegen den Krankheitskeim gerichteter Antikörper anregen. Außerdem nehmen Makrophagen auch Zelltrümmer und mit dem Blut transportierte Stoffe wie zum Beispiel das LDL-Cholesterin ("schlechtes Cholesterin") in ihr Inneres auf.
Eine erhöhte Monozytenzahl im Blut findet sich häufig bei Infektionen, wie Tuberkulose oder Malaria. Zudem können die Monozyten auch bei Autoimmunkrankheiten wie Morbus Crohn oder bestimmten Krebsarten (zum Beispiel Monozytenleukämie) vermehrt sein.
Eine verminderte Monozytenzahl im Blut tritt sehr selten auf. Ursache sind vor allem Erkrankungen des blutbildenden Systems, wie zum Beispiel eine Haarzellleukämie.
0,2 bis 0,8 Tausend/μl
Monozyten wandeln sich in Makrophagen um, die als „Fresszellen“ wichtig für die Immunabwehr sind. Eine erhöhte Monozytenzahl kommt häufig bei Infektionen und Entzündungen vor.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
www.apotheken-umschau.de; 16.02.2009, aktualisiert am 09.02.2012
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