Was ist die LDH?
Die Laktat-Dehydrogenase (LDH) ist ein Stoffwechsel-Enzym, das in allen Zellen des Körpers vorkommt. Es tritt in fünf verschiedenen Varianten auf – diese nennt man Isoenzyme 1 bis 5. Besonders hohe Konzentrationen an LDH findet man im Herzen, der Leber, der Niere, den (Skelett-)Muskeln und den roten Blutkörperchen. In den verschiedenen Organen herrschen jeweils unterschiedliche Isoenzyme vor.
Warum wird der LDH-Wert gemessen?
Im Blut ist normalerweise wenig LDH zu finden. Sind die Werte erhöht, so deutet dies auf einen Zellschaden irgendwo im Körper hin, bei dem LDH freigesetzt wird.
Je nachdem, welches Isoenzym vorherrscht, lässt sich sagen, welches Organ geschädigt ist. Die LDH-Werte werden oft routinemäßig bestimmt, aber auch beispielsweise bei Verdacht auf Muskelerkrankungen, auf einen Zerfall der roten Blutkörperchen (Hämolyse) oder auf Herzinfarkt gemessen (letzteres heute jedoch nur noch selten, da es andere Werte gibt, die eine bessere Aussagekraft haben).
Wie hoch sind die Normalwerte?
bis 250 U/l
Wann sind die Werte erhöht?
Die LDH-Werte sind unter anderem erhöht
Aber auch starke körperliche Arbeit oder Sport können die Werte in die Höhe schießen lassen! Schwierigkeiten bei der Blutabnahme können in manchen Fällen dazu führen, dass der LDH-Wert sich fälschlicherweise erhöht. Eine erneute Überprüfung des Wertes kann dann sinnvoll sein.
In Kürze: Das Enzym Laktat-Dehydrogenase kommt in fast allen Zellen und Organen vor, frei im Blut allerdings nur in sehr geringer Konzentration. Findet man erhöhte LDH-Werte im Blut, so deutet dies darauf hin, dass irgendwo im Körper Zellen oder Organe geschädigt werden und dabei LDH austritt.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
www.apotheken-umschau.de; 11.12.2008, aktualisiert am 26.06.2010
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