Was ist Fibrinogen?
Fibrinogen ist ein Plasma-Eiweiß, das für die Blutgerinnung wichtig ist. Bei Verletzungen wird es zu Fibrin umgewandelt, welches den entstehenden Blutpfropf vernetzt.
Wann ist der Wert krankhaft erniedrigt?
Zu einer Abnahme des Fibrinogens kommt es, wenn bei schweren Schockzuständen, etwa nach einem Herzinfarkt oder bei Verbrennungen, das Gerinnungssystem aktiviert wird, ohne dass eine Verletzung besteht. Diese so genannte intravasale Gerinnung ist eine gefürchtete Komplikation. Ärzte kontrollieren sie über den Fibrinogen-Wert. Auch bei einer Lyse-Therapie, bei der Blutgerinnsel durch Medikamente aufgelöst werden, sinkt der Fibrinogen-Wert. Fibrinogen gehört außerdem zu den so genannten „akute Phase“-Proteinen, die bei Entzündungen ansteigen.
Wann ist der Wert krankhaft erhöht?
Ein erhöhter Wert kann eine unspezifische Reaktion auf eine Infektion oder einen Herzinfarkt sein.
Welcher Wert ist normal?
Als Normalwert gilt der Bereich zwischen 1,8 und 3,5 g/ l.
In Kürze:
Fibrinogen ist ein Gerinnungs-Eiweiß. Bei Schockzuständen oder ärztlichen Eingriffen, die die Blutgerinnung beeinträchtigen, ist es vermindert. Bei Entzündungen oder Verletzungen kann es erhöht sein.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
Dr. Christian Guht / www.apotheken-umschau.de; 12.06.2008, aktualisiert am 21.12.2011
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