Was ist Cholesterin?
Cholesterin ist ein Fett (Lipid), das zu etwa drei Vierteln im Körper selbst (vor allem in der Leber) hergestellt wird. Das restliche Viertel wird mit der Nahrung aufgenommen. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellwände, außerdem dient es als Baustein bei der Produktion von Gallensäuren und bestimmten Hormonen.
Ist zu viel Cholesterin im Blut, steigt das Risiko für Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und damit für Krankheiten wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der Arzt bestimmt den Cholesterinspiegel in der Regel, um das Arteriosklerose-Risiko zu ermitteln. Präzisere Hinweise als die Höhe des Gesamtcholesterins im Blut liefert die Bestimmung von HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin.
Wann ist Cholesterin erhöht?
Erhöhte Cholesterinspiegel kommen unter anderem vor bei:
starkem Übergewicht
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)
bestimmten Lebererkrankungen
angeborenen Fettstoffwechselstörungen (eher selten)
Wann ist Cholesterin erniedrigt?
Erniedrigte Cholesterinspiegel kommen unter anderem vor bei:
schweren Leberschäden
Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
Mangelernährung
Welcher Wert ist normal?
Der Cholesterinspiegel im Blut (Gesamtcholesterin) sollte unter 200 mg/dl liegen
HDL: über 35 mg/dl
LDL: bis 160 mg/dl
In Kürze:
Cholesterin ist ein Fett, das eine wichtige Rolle als Bestandteil der Zellwände und als Baustein vieler Hormone spielt. Der größte Teil des Cholesterins wird vom Körper selbst hergestellt. Erhöhte Cholesterinspiegel können zu Gefäßschäden (Arteriosklerose) führen.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
Dr. Andreas Baum / www.apotheken-umschau.de; 09.06.2008, aktualisiert am 26.06.2010
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