banner.jpg
  • Apothekerin Sandra Dietrich-Siebert
  • Bahnhofstr. 30
  • 59929 Brilon
  • Telefon: (02961) 966100
  • Fax: (02961) 9661030
Anmelden | Registrieren
Drucken

C-Peptid: Ein Spaltprodukt des Insulins

In den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse wird das blutzuckersenkende Hormon Insulin gebildet. Dabei entsteht zunächst Proinsulin, das in Insulin und C-Peptid gespalten wird


C-Peptid wird in der Bauchspeicheldrüse (im Bild gelb) gleichzeitig mit Insulin gebildet

Lange glaubte man, dass C-Peptid im Blut keine Funktionen hat. Inzwischen steht fest, dass es zahlreiche Stoffwechselprozesse beeinflusst.    

Wann wird C-Peptid gemessen?
Es ist nur in seltenen Fällen nötig, die C-Peptid-Menge im Blut zu bestimmen. Dies kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn beurteilt werden soll, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert. Insulin lässt sich im Blut nämlich wesentlich schwieriger messen als C-Peptid – unter anderem deshalb, weil es in der Leber rasch abgebaut wird. Die C-Peptid-Messung kann in Einzelfällen dabei helfen, zu entscheiden, wann ein Typ-2-Diabetes mit Insulin behandelt werden muss.    




Wie das Insulin entsteht C-Peptid aus der gemeinsamen Vorstufe Proinsulin

Wie hoch ist der Wert normalerweise?
Abhängig vom Testverfahren gilt im Allgemeinen:

Nüchternwert (nach zwölfstündigem Fasten) zwischen 0,81 und 3,85 μg/l 

30 bis 60 Minuten nch Glucosebelastung 4,0 bis 8,0 μg/l

Werte unter 0,2 ng/ml weisen auf einen Insulinmangel hin.

 

Daneben gibt es Tests, bei denen das C-Peptid entweder nach dreitägigem Fasten gemessen wird, oder nachdem die Bauchspeicheldrüse durch Gabe von eines speziellen Hormons (Glukagon) zur Produktion von Insulin angeregt wurde.

 

In Kürze: C-Peptid wird in der Bauchspeicheldrüse gleichzeitig mit Insulin gebildet und freigesetzt. Es lässt sich im Blut leichter nachweisen als Insulin. Seine Bestimmung kann zum Beispiel dabei helfen, festzustellen, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert.

 




Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



www.apotheken-umschau.de; 04.12.2006, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/Jörg Neisel, W&B/ Kühn

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren  »

Zum Thema

Laborbefund: Wie zuverlässig sind die Werte?

Ein Röhrchen Blut hat wohl jeder schon mal abgezapft bekommen: Heutzutage wandert das Blut dann meist in ein Großlabor. Was Sie beim Interpretieren der Laborwerte beachten sollten »

Vorsorge-Rechner

Welche Vorsorgeuntersuchung steht Ihnen wann zu? Unser Online-Rechner sagt es Ihnen »

Alle Krankheiten von A bis Z

Alphabetisch sortiert finden Sie hier Informationen zu zahlreichen Krankheiten »

Experten-Sprechstunde

Kompaktes Expertenwissen in über 1000 Fragen und Antworten: Unsere aktuelle Rubrik "Experten-Sprechstunde" bietet Informationen aus erster Hand »

Symptome

Geschwollene Beine, Kribbeln, Lymphknoten am Hals? Erfahren Sie mehr über Krankheitszeichen »

Diagnose-Verfahren

EKG, CT, MRT: Was verbirgt sich hinter solchen Kürzeln? Medizinische Untersuchungen einfach erklärt »

Therapien von A bis Z

Von Chemotherapie über Logopädie bis Akupunktur: Wichtige Behandlungsverfahren im Überblick »

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages

Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung