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Amylase und Lipase: Zwei Verdauungsenzyme

Die beiden Enzyme werden in der Bauchspeicheldrüse produziert und bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben


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Was sind Amylase und Lipase?
Amylase und Lipase sind Verdauungsenzyme. Sie werden in der Bauchspeicheldrüse produziert und bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben. Dort helfen sie, die im Magen vorverdauten Nahrungsbestandteile zu zerkleinern, damit sie ins Blut übertreten können. Die Amylase spaltet lange Kohlenhydrate in kleine Zuckerstücke. Die Lipase hilft bei der Aufspaltung der Nahrungsfette.

Wann werden sie gemessen?
Der Arzt bestimmt sie z. B., wenn der Verdacht auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) besteht. Zu einem Anstieg von Amylase und Lipase im Blut kommt es vor allem dann, wenn sie infolge einer Pankreatitis oder wegen eines Abflusshindernisses (z. B. eingeklemmter Gallenstein im Bereich der gemeinsamen Mündung von Gallengang und Bauchspeicheldrüse) statt in den Darm ins Blut gelangen.


Wie hoch sind die Normalwerte?

 

Amylase:

Blut: bis 110 U/l (bei Schwarzafrikanern höher)

Urin: bis 460 U/l 

 

Lipase:

Blut: bis 67 U/l

 

In Abhängigkeit von der Labormethode können auch andere Normalbereiche gelten. Zahlreiche Krankheiten, aber auch viele Medikamente können ebenfalls vorübergehende oder leichte Anstiege von Amylase und Lipase verursachen.

In Kürze:
Amylase und Lipase sind Verdauungsenzyme, die aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Darm abgegeben werden. Ein Anstieg dieser Enzyme im Blut kann beispielsweise ein Hinweis auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein.

 


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



www.apotheken-umschau.de; 13.09.2006, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle

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