Was ist Alkalische Phosphatase?
Die Alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das vor allem in Knochen, Muskeln und Leber sowie in den Gallengängen vorkommt.
Welcher Wert ist normal?
Bei Männern liegt der Normbereich zwischen 40 und 130 U/l, bei Frauen sind Werte 35 und 105 U/l normal. Kinder haben aufgrund ihres aktiveren Knochenstoffwechsels (Wachstum) oft viel höhere Werte, ohne dass eine Krankheit zugrunde liegt. Auch bei Schwangeren sind erhöhte Werte häufig.
Wann steigt der Wert?
Wenn eines der oben genannten Gewebe geschädigt ist, dann taucht vermehrt alkalische Phosphatase im Blut auf. Das Spektrum der möglichen Ursachen eines erhöhten Spiegels an alkalischer Phosphatase ist sehr weit und umfasst zahlreiche Skelett-, Leber- und Gallenerkrankungen.
Wann ist der Wert zu niedrig?
Erniedrigte Werte können mit der Einnahme von Medikamenten (hormonelle Verhütungsmittel) oder ebenfalls mit Erkrankungen zu tun haben. Das Spekrum reicht von der Schilddrüsenunterfunktion bis hin zu seltenen Erbkrankheiten.
Kurz gesagt:
Bei Skelett-, Leber- oder Gallenerkrankungen kann die Aktivität der alkalischen Phosphatase im Blut ansteigen. Der erhöhte oder erniedrigte Wert allein ermöglicht daher keine Diagnose.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
Dr. Martin Allwang / www.apotheken-umschau.de; 09.06.2008, aktualisiert am 11.04.2012
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