In Glastonbury, im Süden Englands, soll ein besonderer Weißdornbaum stehen: Joseph von Arimathea, der angeblich den Heiligen Gral nach England gebracht hat, soll genau an diesem Ort seinen Wanderstock in den Boden gerammt haben. Daraus entstand, der Legende nach, ein Weißdornbaum. Zweimal im Jahr soll dieser blühen – zur Osterzeit und um Weihnachten herum.
Da der Weißdorn an seinen Ästen spitze Dornen trägt, wurde er früher als natürlicher Zaun um Höfe und Weiden gepflanzt. Die Pflanze hinderte aber nicht nur das Vieh daran auszubrechen, sondern soll auch Hexen und Zauberer ferngehalten haben.
Weißdorn spielt nicht nur in Legenden eine Rolle, er ist bereits dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Seit dem 14. Jahrhundert kennen Heilkundige ihn als herzstärkendes Mittel.
Und da liegt auch heute noch sein Einsatzgebiet: Weißdorn verbessert die Durchblutung im Herz und stärkt die Herzleistung. Die Heilpflanze hilft daher bei beginnender Herzschwäche.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
05.08.2005, aktualisiert am 21.07.2010
Bildnachweis: Pixtal/RYF
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