James Cook, britischer Entdecker, brach Ende des 18. Jahrhunderts auf, um die Welt zu umsegeln. Eines Tages landete er mit seiner Mannschaft an der Küste Australiens. Ein Botaniker, der sich an Bord des Schiffes befand, erkundete sogleich die Tier- und Pflanzenwelt und entdeckte ein interessantes Gewächs – den Teebaum.
Die Aborigines zerrieben die Blätter dieses Strauchs und nutzten das enthaltene ätherische Öl als Heilmittel – zum Inhalieren oder Versorgen von Wunden. Da man aus den Blättern ein erfrischendes, warmes Getränk bereiten konnte, nannte Cook die Pflanze Teebaum.
Teebaumöl wurde unter den britischen Kolonialherren immer beliebter. Nachforschungen ergaben, dass die Inhaltsstoffe des Öls gut gegen Bakterien und Pilze wirken. So soll im zweiten Weltkrieg sogar die australische Armee mit Teebaumöl ausgestattet worden sein, um es bei Wunden einzusetzen.
Danach geriet der Teebaum eine Weile in Vergessenheit. Heute kommt Teebaumöl als keimhemmendes Mittel bei leichter Akne, aber auch bei Entzündungen des Zahnfleisches zum Einsatz.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de; 14.11.2008, aktualisiert am 20.07.2010
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