Schlangenzunge, Lungenblattl oder Siebenrippe – so nennt der Volksmund oft den Spitzwegerich. Die Bezeichnung "Wegerich" leitet sich aus dem Althochdeutschen ab und bedeutete soviel wie "Wegelagerer" oder "Wegbeherrscher." Und tatsächlich, die Pflanze wächst bevorzugt an Wiesen- und Wegrändern.
In Wegericharten stecken viele heilsame Inhaltsstoffe, das war schon in der Antike bekannt: Gegen Magen-Darm-Beschwerden, aber auch Skorpionstiche und Schlangenbisse kamen die Kräuter zum Einsatz.
Der Spitzwegerich wird seit dem 11.Jahrhundert als Heilpflanze bei Beschwerden wie Husten, Fieber und Insektenstichen verwendet.
Heute hilft das Heilkraut bei trockenem Husten und Halsschmerzen. Denn die enthaltenen Schleime bilden eine Art Film über der gereizten Schleimhaut von Mund und Rachen.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
05.08.2005, aktualisiert am 20.07.2010
Bildnachweis: Panthermedia/Helga Walter
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