Achilles, griechischer Held der Antike, soll mit einem Kraut die Wunden seiner Krieger geheilt haben. Der Legende nach war dieses heilsame Gewächs die Schafgarbe, daher auch ihr lateinischer Name „Achillea“. Ob der sagenhafte Held mit dem Kraut auch seine Achillesferse behandelt hat, bleibt wohl offen.
Da Schafe das Gewächs besonders gerne fressen, entstand die deutsche Bezeichnung „Schafgarbe“.
Die Schafgarbe gehört übrigens auch zu dem Kräuterbüschel, dass an Maria Himmelfahrt vielerorts in der Kirche geweiht wird. Anschließend hängen die Menschen das Sträußchen an ihre Häuser, das soll Glück und Gesundheit bringen.
Die Pflanze hat aber nicht nur mythologische Bedeutung, seit der Antike kennen Heilkundige sie als Mittel zur Wundheilung und bei Magen-Darm-Problemen.
Auch heute zählt die Schafgarbe zu den klassischen Heilpflanzen. Als Tee getrunken, hilft das Kraut bei Blähungen und Völlegefühl. In Form von Bädern oder Umschlägen bei leichten entzündlichen Erkrankungen von Haut und Schleimhaut.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
29.09.2008, aktualisiert am 20.07.2010
Bildnachweis: W&B/Annette Falck
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