bildgebendes Verfahren, das aufgrund von Messungen elektromagnetischer Wellen die schichtweise Darstellung des Körpers im Längs- und Querschnitt ermöglicht. Die Kernspintomografie beruht auf dem Kernspin der Wasserstoffatome im Körper, die im Kernspintomografen an einem starken Magnetfeld ausgerichtet werden. Ein elektromagnetisches Wechselfeld regt die Wasserstoffkerne an, die beim Zurückspringen in ihren ursprünglichen Zustand elektromagnetische Wellen aussenden, die gemessen und mithilfe eines Computers zu Bildern verarbeitet werden. Die Kernspintomografie misst also den Wasserstoff- und damit den Wassergehalt der untersuchten Organe und Organanteile. Sie eignet sich besonders zur Darstellung von geringen Dichteunterschieden im Gewebe und wird daher bevorzugt zur Diagnostik von Weichteilen (z. B. Knorpel) oder bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems eingesetzt. Im Unterschied zur Röntgendiagnostik entsteht keine radioaktive Strahlenbelastung, deshalb können auch mehrere Aufnahmen gemacht werden. Die Kernspintomografie darf allerdings nicht bei Personen mit Metall im Körper (z. B. Gelenkersatz, Herzschrittmacher) eingesetzt werden, da es durch die Metallerhitzung zu Verbrennungen und zu Funktionsstörungen des Herzschrittmachers kommen kann.
Durchführung: Alle eisenhaltigen Gegenstände und Scheckkarten müssen vor der Kernspintomografie abgelegt werden – Letztere werden sonst bei Betreten des Untersuchungsraums gelöscht. Die Untersuchungsperson muss sich auf eine Liege legen, die in die Röhre des Kernspintomografen gefahren wird. Diese wird von manchen Menschen als eng und beklemmend empfunden, zumal die Untersuchung ca. 20 Min. dauert und recht laut ist. Der Betreffende kann während der Untersuchung Musik hören und bekommt eine Ruftaste, mit der er jederzeit medizinisches Personal herbeiholen kann.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.04.2011
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