Als Jo-Jo-Effekt wird eine unerwünschte, in der Regel rasche Gewichtszunahme am Ende einer zunächst erfolgreichen Abnahme bezeichnet. Das Gewicht kann sich bei wiederholten Diäten wie ein Jo-Jo auf- und abbewegen, wobei das aktuelle Körpergewicht dann häufig höher ist als das Ausgangsgewicht vor der Diät.
Beim radikalen Abnehmen gewöhnt sich der Körper relativ rasch daran, mit weniger Nahrung auszukommen, und verwertet die geringere Nahrungsmenge eben effizienter. Wird dann wieder ohne Übergangsphase mehr – also eigentlich „normal“ - gegessen, behält er dieses, eigentlich für Notzeiten vorgesehene „Sparprogramm“ eine Zeit lang bei. Das führt dazu, dass die Kilos schneller wieder zulegen, als sie dahingeschmolzen sind.
Insbesondere wird dies nach Hungerkuren beobachtet, während gemäßigtere, multidisziplinäre (sozusagen mehrgleisige) Therapieansätze hier deutlich günstiger abzuschneiden scheinen. Sie beinhalten eine maßvolle, dauerhafte Verringerung der Energiezufuhr, regelmäßige körperliche Aktivität, Anbindung an strukturierte Langzeitprogramme zum Abnehmen, psychologische Verfahren.
Dr. Martin O. Weickert
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05.09.2007, aktualisiert am 04.01.2011
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