Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?
Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das sich unterhalb des Kehlkopfes an die Luftröhre schmiegt. Aus Eiweiß und Jod produziert die Schilddrüse die lebenswichtigen Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Diese werden ins Blut abgegeben, wobei ein in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildetes Hormon mit Namen TSH diese Abgabe reguliert.
Die Schilddrüsenhormone beeinflussen neben Stoffwechsel, Kreislauf und Wachstum auch unser psychisches Wohlbefinden. Produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, liegt eine Überfunktion (Hyperthyreose) vor. Steckt ein Jodmangel hinter der Überfunktion, ist die vergrößerte Schilddrüse häufig als Vorwölbung im Halsbereich zu sehen. Umgangssprachlich wird dies als Kropf bezeichnet. Vorwiegend Frauen sind davon betroffen.
Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion können unter anderem Gewichtsverlust trotz gutem Appetit, Ruhelosigkeit, ein beschleunigter Puls, Zittern, Durchfälle sowie übermäßiges Schwitzen sein.
Ohne entsprechende Therapie heilt eine Hyperthyreose in den meisten Fällen nicht aus, sondern bedeutet für den Organismus eine ständige Belastung mit der Möglichkeit lebensbedrohlicher Komplikationen.
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13.09.2005, aktualisiert am 20.04.2012
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Martina Ibelherr
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