Halszysten sind anlagebedingte Fehlbildungen, die sich im Kindesalter, manchmal aber auch erst später bemerkbar machen.
Symptome: Die Zysten treten als seitlich oder vorne oben im äußeren Halsbereich, unterhalb des Zungenbeins gelegene Schwellung in Erscheinung. In der Nähe sind manchmal kleine Öffnungen erkennbar. Die Gebilde können sich entzünden, vereitern, schmerzen und zu einem Abszess führen. Wenn dieser durchbricht, ist eine Fistel entstanden. Vordere Halszysten folgen beim Schlucken dem Zungenbein, sind also schluckverschieblich, seitliche Zysten nicht. Nur ganz gelegentlich können vordere Zysten Schluckbeschwerden machen.
Diagnose: Der klinische Befund mit genauem Betrachten und Abtasten gibt in der Regel schon die Richtung der Diagnose vor. Bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchung und Beleuchtung (Diaphanoskopie) können sie bestätigen. Eine Fistel kann mithilfe eines speziellen Kontrastmittels in einer Röntgenuntersuchung dargestellt werden.
Therapie: Sowohl die Zyste (bei der vorne gelegenen teilweise auch das Zungenbein) als auch die Fistel werden operativ entfernt. Auch kosmetisch sind die Ergebnisse vorteilhaft, und weitere Komplikationen lassen sich vermeiden. Bei Vereiterung der Zyste wird diese durch einen Schnitt entleert und drainiert. Zusätzlich ist in der Regel dann auch ein Antibiotikum über die Blutbahn nötig.
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19.05.2009, aktualisiert am 11.05.2012
Bildnachweis: W&B/Kühn
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