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Schwellung am Hals
Venenstauung

Wenn sich Halsvenen bei sitzender oder liegender Körperhaltung über dem Hautniveau abzeichnen, so ist das auf jeden Fall kankhaft


Herz schematisch mit oberer und unterer Hohlvene (blau-violette Bahnen). Sie münden in den rechten Herzvorhof

Die oberflächlichen Venen am Hals heben sich normalerweise nicht vom Hautniveau ab oder farblich hervor. Höchstens bei starker körperlicher Anstrengung, beim Schreien oder Singen, können sie kurz hervortreten. Bei hageren alten Menschen schimmern die Blutleiter oft bläulich durch die dünne Haut.

Wenn sie sich im Liegen oder bei halb aufgerichteter Körperhaltung als prall-elastische, bläulich unter der Haut durchschimmerne Stränge seitlich am Hals zeigen, so entspricht das einer Halsvenenstauung. Sie kann zum Beispiel ein Anzeichen von Herzschwäche sein, insbesondere eine Schwäche der rechten Herzkammer. Dabei kann es auch zu einer "unteren Einflusssstauung" mit Schwellung der Leber und der Beine kommen. Bei einer oberen Einflussstauung (Vena-cava-superior-Syndrom) steht die obere Hohlvene, die Vena cava, so unter Druck, sodass sich das venöse Blut in Kopf, Hals und Armen zurückstaut. Venen, die sonst hier nicht sichtbar sind, darunter die Halsvenen, zeichnen sich unter der Haut ab. Hals, Arme und Gesicht sind häufig geschwollen, die Haut am Kopf und die Zunge bläulich-violett verfärbt, Atemnot ist möglich. Es liegt meist ein Notfall oder eine dringend behandlungsbedürftige Situation vor.

 


Ursachen sind seltener Herzkrankheiten oder ein Verschluss (Thrombose) der oberen Hohlvene durch ein Gerinnsel, häufiger Erkrankungen wie bösartige Tumoren oder krankhaft vergrößerte Lymphknoten im Brust- bzw. Mittelfellraum. Dieser Raum, auch Mediastinum genannt, setzt sich praktisch vom Bindegewebsraum des Halses nach unten fort. Er berherbergt Organe wie das Herz, anteilig die inneren Grenzflächen der Lungen mit dem Lungenfell, die großen, herznahen Blutleiter und Lymphbahnen. Darüber hinaus gibt es beim Cava-Syndrom weitere seltenere Ursachen, zum Beispiel eine stark vergrößerte Schilddrüse, einen Verschluss des Gefäßes (Thrombose) oder Verletzungen.

Diagnostik: Situationsgemäß. Die Diagnosemaßnahmen umfassen ein Elektrokardiogramm (EKG), Blutuntersuchungen, Ultraschall, Röntgen und weitere bildgebende Verfahren wie Computertomografie oder Magnetresonanztomografie und anderes mehr nach Bedarf.

Therapie: Abhängig von der Diagnose und Dringlichkeit.



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www.apotheken-umschau.de; 19.05.2009, aktualisiert am 11.05.2012
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr,Jörg Neisel

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