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Schwellung am Hals, Nacken
Tumoren der Weichgewebe und Haut

Weich(teil)gewebe im engeren Sinne umfasst das Bindegewebe, das Fettgewebe und das Stützgewebe, also Sehnen und Muskeln. Geschwülste aus diesen Geweben sind überwiegend gutartig


"Knoten" am Hals sind überwiegend gutartig und nur sehr selten bösartig

Gutartige Geschwülste am Hals

Das sind zum Beispiel Lipome des Fettgewebes, weiche, elastische Knoten unter der Haut, oder Fibrome des Bindegewebes, meist etwas festere Gebilde in oder unter der Haut.

Diagnose: Gutartige Geschwülste sind beim Tasten von der Umgebung gut abgrenzbar und gut verschieblich. Meist kann der Arzt eine Blickdiagnose stellen. Dies gilt auch für Atherome oder Grützbeutel, gutartige Hautgeschwülste. Sie enthalten abgeschilferte Hautzellen und haben Bezug zu den Talgdrüsen. Vorzugsweise kommen sie am Haaransatz, also auch im Nacken, vor. Da die „Knubbel“ oder Zysten gut und gerne bis über zwei Zentimeter groß werden können, sorgen sie bei vielen Betroffenen für Beunruhigung.

Therapie:
Chirurgische Entfernung. In der Regel ist das bei den gutartigen Weichgewebetumoren ein unkomplizierter Akt, abhängig natürlich von der Lage und Größe. Meist ist der Eingriff in örtlicher Betäubung möglich, ansonsten mit einer Kurznarkose. Das Gewebe wird sicherheitshalber untersucht. Lipome neigen manchmal dazu, wiederzukehren. 


Bösartige Geschwülste am Hals

Am Hals sind solche Veränderungen, zu denen beispielsweise Weichteilsarkome gehören, eher selten. Die entsprechenden Geschwülste zeigen sich manchmal als derbe, schmerzlose Knoten oder Schwellungen. Tendenziell kommen sie häufiger (bei aller Seltenheit) im Kindes- und Jugendalter vor.

Diagnose: Sie wird durch Entnahme einer Gewebeprobe aus der Weichteilgeschwulst gestellt. Verdächtige „Hautmale“, die zum Beispiel schon durch Äußerlichkeiten wie eine dunkle Farbe, eine unregelmäßige Umrandung und Oberfläche, Neigung zum Größerwerden und zu Entzündungen auffallen, untersucht der Dermatologe mit speziellen Techniken wie Auflichtmikroskopie, die die Blickdiagnose ergänzen. Eine Gewebeprobe (Exzisionsbiopsie) ist auch hier bei Tumorverdacht unerlässlich. Bei Tumoren vom Typ des malignen Melanoms („schwarzer Hautkrebs“), die dicker als einen Millimeter sind, wird eine Ultraschallkontrolle der benachbarten Lymphknoten durchgeführt. Sie sind bei Melanomen oft frühzeitig vergrößert. Weitere Untersuchungen schließen sich je nach Befund an.


Therapie:
Sie hängt wie immer von der Diagnose ab. Vorher sind umfassendere Untersuchungen zur Stadienfestlegung der Erkrankung notwendig. Über die Behandlung wird je nach Tumor in interdisziplinären Ärztegruppen (Tumor-Boards) beraten und entschieden.

Die Therapie der bösartigen Hauttumoren folgt eigenen Regeln. Dies gilt insbesondere für das maligne Melanom.



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www.apotheken-umschau.de; 19.05.2009, aktualisiert am 11.05.2012
Bildnachweis: BrandXPictures/ RYF

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