Mögliche Ursachen sind Risse von Lungenbläschen mit Übertritt von Luft in den Mittelfellraum (sogenanntes Pneumomediastinum; zum Begriff Mediastinum, siehe Kapitel „Halsvenenstauung“) und von dort unter die Haut, zum Beispiel spontan, bei Lungenschäden, äußeren Verletzungen oder beim Tauchaufstieg durch Überdehnung der Lungen. Außerdem kommen akute Verletzungen infrage wie ein Riss der Speiseröhre (zum Beispiel innerlich bei einem Divertikel, siehe auch Kapitel „Aussackung an der oberen Speiseröhre“, oder bei starkem Erbrechen), sodann als Unfallfolge das Einreißen der Luftröhre oder eines Bronchus. In der Regel führen all diese Notfall-Ereignisse zu einem heftigen Brustschmerz, eventuell auch Schock. Aus dem Bauchraum kann ebenfalls Luft in das Mediastinum gelangen. Selten können medizinische Eingriffe Gasembolien auslösen.
Diagnose: Wichtige diagnostische Kriterien sind die Krankengeschichte, der Unfallhergang, der Befund, gegebenenfalls auch der Nachweis der Luft im Gewebe (Röntgen, Ultraschall, Computertomografie). Die weiteren Schritte bestimmt die klinischen Situation.
Therapie: Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Ausprägung des Hautemphysems. handelt es sich um eine leichte Form, liegen keine maßgebliche innere Verletzung und keine Tauch- oder sonstige Druckänderungsverletzung vor (Barotrauma, Druckfallkrankheit) und ist der Gesundheitszustand des Betroffenen stabil, sind keine besonderen Maßnahmen nötig. Die Luft wird von selbst wieder resorbiert. Bei einer Dekompressionskrankheit ist sofortige Sauerstoffgabe und Behandlung in einer Überdruckkammer, bei sonstigen Verletzungen eine entsprechende unfallchirurgische Versorgung notwendig.
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19.05.2009, aktualisiert am 11.05.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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