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Schwellung am Hals
Diagnose

Erste Hinweise für die Diagnose bei Schwellungen am Hals ergeben sich aus der Krankengeschichte, aus möglichen Begleitsymptomen und bei der medizinischen Untersuchung


Lymphknoten am Hals spürt man nur, wenn sie vergrößert sind, und nicht jeder tastbare "Knoten" ist ein Lymphknoten

Wichtige Anhaltspunkte sind zum Beispiel eine zurückliegende „Erkältung“ oder eine Mandelentzündung mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber. Lässt sich der Mund nicht mehr richtig öffnen oder der Hals kaum noch bewegen, so legt dieser alarmierende Zustand eine ernste Komplikationen bei Halsentzündungen oder bei einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse nahe. Operation am Hals, Medikamente oder Allergien sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Bei der körperlichen Untersuchung wird der Hals innen und außen sorgfältig untersucht. Das heißt: von den Ohren über den Nacken, die Gegend unter Kinn und Unterkiefern bis zur Halsgrube und den seitlich gelegenen Schlüsselbeinen. Auch die Achselhöhlen und Leisten, wo eventuell weitere geschwollene Lymphknoten aufgespürt werden können, werden gründlich abgetastet. Wichtig ist zudem die Frage, ob die Schwellung schmerzhaft ist oder nicht. Den Arzt interessiert auch, wo genau sie liegt, falls sie auf den ersten Blick auffällt, oder wo sie tastbar ist: zum Beispiel vorne, auf einer oder beiden Seiten am Hals. Aufschlussreich ist ferner, ob sich die „Beule“ schnell oder langsam entwickelt hat, wie groß sie in etwa ist, ob sie sich weich, derb oder elastisch anfühlt, verschieblich und gut von der Umgebung abgrenzbar ist oder eher nicht.


Ergänzende Informationen liefern zum Beispiel ein Rachenabstrich oder sonstige Proben vom Patienten für die bakteriologische oder virologische Testung. Auch Blutuntersuchungen zum Erregernachweis und Antikörpertests können notwendig sein. Manche Erreger sind molekularbiologisch – mittels der sogenannten PCR – am besten aufzuspüren. Oft tragen auch das Blutbild, die Blutsenkung und Entzündungsmarker (zum Beispiel das CRP) zur Diagnose bei. Eventuell kommen Allergietests infrage. Mittels Laboruntersuchungen können auch Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen eingegrenzt werden.

Auf dem bildgebenden Sektor bieten sich neben Ultraschall (Sonografie) Verfahren wie Röntgen, Computer- oder Magnetresonanztomografie oder spezielle nuklearmedizinische Techniken an. Damit lassen sich nicht nur Lymphknoten beurteilen, die sich dem Tastsinn entziehen. Vielmehr erhält der Arzt unter Umständen auch wertvolle diagnostische Informationen über andere Organe, die an dem Krankheitsgeschehen beteiligt sein können. Endoskopische Verfahren wie Spiegelungen der Nase, der Mundhöhle, des Rachens, Kehlkopfs oder des Gehörgangs (Otoskopie) können sich anschließen. Bei Bedarf entnimmt der Arzt Gewebeproben aus der Schilddrüse, aus einem Lymphknoten, aus dem Knochenmark oder anderen Organen. Die Speicheldrüsen am Kopf kann der Hals-Nasen-Ohrenarzt mithilfe spezieller Untersuchungen ins Visier nehmen.



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www.apotheken-umschau.de; 19.05.2009, aktualisiert am 11.05.2012
Bildnachweis: Brand X Pictures/RYF

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