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Nebenwirkungen
Wie häufig ist „häufig“?

Verunsicherung ist eine häufige Nebenwirkung der Lektüre eines Beipackzettels. Das muss nicht sein

Meist ist die Liste unerwünschter Begleit- Erscheinungen lang und schreckt viele Patienten ab. So manches notwendige Medikament wandert deshalb ungenutzt in den Mülleimer. Arzneimittel- Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, jede bekannte Nebenwirkung im Beipackzettel aufzuführen – und sei sie noch so selten. Die gängigen Angaben zur Häufigkeit sind jedoch oft ungenau und stiften zusätzlich Verwirrung. Erfreulicherweise beziehen sich die Hersteller zunehmend auf konkrete Zahlen:


  • Sehr häufig bedeutet, dass eine Nebenwirkung bei mehr als zehn Prozent der Anwender feststellbar ist.



  • Häufige Begleiterscheinungen treten bei einem bis zehn Prozent der Patienten auf,



  • gelegentliche bei 0,1 bis einem Prozent.



  • Seltene Nebenwirkungen lassen sich bei einem von tausend bis zehntausend Verwendern beobachten,



  • sehr seltene bei weniger als einem von zehntausend.


Treten nach der Einnahme eines Medikaments Probleme auf, sollten Sie dies Ihrem Apotheker melden. Denn ist eine Nebenwirkung bislang unbekannt, informiert er die Arzneimittel- Kommission.


Gesundheit



GesundheitPro; 05.08.2005, aktualisiert am 27.06.2010
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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