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Diese Medikamente helfen bei Magenschmerzen

Die Beschwerden lassen sich durch eine Vielzahl von Arzneistoffen lindern. Die wichtigsten Substanzen im Überblick


Kaffee stößt manchen Menschen sauer auf. Säurehemmende Medikamente können helfen

H2-Rezeptorenblocker hemmen das Gewebshormon Histamin, das die Säurebildung über bestimmte Bindungsstellen (H2-Rezeptoren) anregt. Das bessert säurebedingte Magenprobleme. Manche Wirkstoffe gibt es auch ohne Rezept.

Protonenpumpenhemmer unterdrücken die Bildung von Magensäure. Sie wirken gegen säurebedingte Beschwerden wie Sodbrennen oder Magengeschwüre. Eine wichtige Rolle spielen sie als Bestandteil der Triple-Therapie. Manche Wirkstoffe sind in kleiner Packung zur Behandlung von Sodbrennen auch ohne Rezept erhältlich.


Triple-Therapie: Sie soll den Krankheitserreger Helicobacter pylori vernichten. In den meisten Fällen wird eine Kombination aus zwei Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer eingesetzt. Ob beim Nachweis von Helicobacter im Magen eine solche Behandlung nötig ist, muss der behandelnde Gastroenterologe im Einzelfall entscheiden.

Prokinetika regen die Magenmuskeln an, sich zusammenzuziehen. Das wirkt einem Völlegefühl entgegen. Zusätzlich hemmen die meisten Prokinetika Übelkeit. Weil sie den Wirkeintritt vieler anderer Arzneimittel beschleunigen, sollten sich Patienten beraten lassen.

Antazida binden überschüssige Magensäure und wirken so gegen säurebedingte Magenbeschwerden. In der Regel handelt es sich um Aluminiumsalze, die zusätzlich die Heilung der gereizten Magenschleimhaut fördern. Es gibt die Präparate als Gel sowie als Kau- oder Lutschtabletten.

Pflanzliche Arzneimittel wie Schleifenblume oder Kamille bekämpfen Magenbeschwerden auf vielfältige Weise. Sie dämpfen Entzündungen, lindern Völlegefühl und krampfartige Beschwerden. Weil oft viele Symptome gleichzeitig vorliegen, haben sich pflanzliche Kombinationspräparate bewährt.

Spasmolytika nennen Experten krampflösende Mittel. Hierzu gehören viele Heilpflanzen wie die Kamille. Breite Verwendung findet auch der Wirkstoff Butylscopolamin, der durch die chemische Veränderung des Stechapfel-Wirkstoffs Scopolamin hergestellt wird. Spasmolytika können auch unterstützend eingesetzt werden.



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Dr. Luitgard Marschall / Apotheken Umschau; 27.01.2010, aktualisiert am 12.01.2012
Bildnachweis: W&B/Martin Ley

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