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Atemnot (Dyspnoe) – Ursachen: Blutkrankheiten & Co.

Erkrankungen des Blutes, alpine Lagen und manche anderen Umstände erhöhen den Bedarf an Sauerstoff. Kann der Körper nicht mithalten, stellt sich ein Gefühl von Atemnot ein, vor allem bei körperlicher Belastung


Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff

Blutarmut (Anämie)

Hinter einer Blutarmut (Anämie) verbergen sich die unterschiedlichsten Ursachen. Allgemein gesagt, sind folgende Veränderungen maßgebend: Entweder ist die Blutbildung gestört, oder es werden die roten Blutzellen (rote Blutkörperchen, Erythrozyten) im Übermaß abgebaut. Außerdem kann Anämie auch Folge einer akuten Blutung sein oder durch chronische Sickerblutungen, zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt, entstehen. Blutarmut kann jeweils unter ganz verschiedenen Vorzeichen auftreten. Der Arzt hat anhand des Blutbildes spezielle Kriterien an der Hand, um eine Anämie festzustellen und die einzelnen Formen voneinander abzugrenzen. Je nach vermuteter Ursache kommen ergänzende Untersuchungen hinzu.

Allgemeine Symptome bei Anämie: Haut und Schleimhäute werden blass, Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Atemnot stellen sich ein, besonders bei körperlicher Anstrengung oder bei Herz- und Lungenerkrankungen. Eigentlich ist der Köper hier bemüht, den Sauerstoffmangel auszugleichen, indem er verstärkt rote Blutkörperchen bildet. Bei einer Anämie schlägt das fehl beziehungsweise die verbleibende Transportkapazität für Sauerstoff reicht nicht aus. Atemnot tritt aus diesem Grund zum Beispiel bei einer Eisenmangelanämie auf. Bei anderen Anämieformen können völlig andere Beschwerden im Vordergrund stehen.

Mehr zu Ursachen, Diagnose und Therapie im Beitrag „Blutarmut".


Verschiedenes

Bei Fieber, Überfunktion der Schilddrüse, in der Schwangerschaft und bei körperlicher Anstrengung ist der Sauerstoffverbrauch gesteigert, und es kann deshalb zu Atemnot kommen.

In Höhen ab etwa 2000 Metern und höher nimmt der Sauerstoffdruck ab. Ab etwa 3000 Metern kann bei nicht akklimatisierten Alpinisten ein Höhenlungenödem auftreten. Es bildet sich häufig aus heiterem Himmel in den ersten beiden Tagen, wenn der Körper sich auf die Höhenlage umstellen muss. Durch verschiedene Mechanismen steigt der Druck in Lungengefäßen, und die empfindlichen Membranen in den Gausaustauschzonen werden geschädigt. In der Folge tritt Flüssigkeit in die Lungenbläschen über.

Symptome: Auffallender Leistungsabfall, Atemnot, Husten, Blauverfärbung der Lippen. Es kann auch hohes Fieber auftreten.

Erste Hilfe besteht, wenn möglich, in der Gabe von Sauerstoff. Zudem muss der Betroffene sofort in eine tiefere Lagen gebracht und ärztlich behandelt werden.

Achtung: Ab 2000 Metern kann es zur Höhenkrankheit kommen. Zu den ersten Anzeichen gehören Kopfschmerzen, gestörtes Befinden, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen, Schwellungen an Händen, Füßen und Augenlidern. Ein erhöhtes Risiko haben Menschen, die nicht akklimatisiert in kurzer Zeit kritische Höhen erreichen.

Guter Rat: Patienten mit ausgeprägten Herz-Kreislauf- und Lungenkrankheiten sollten sich nicht in Höhen deutlich über 2000 Metern aufhalten. Was im Einzelfall empfehlenswert ist, sollten sie in Rücksprache mit dem Arzt klären, zum Beispiel auch die Frage, ob der Gesundheitszustand eine Flugreise erlaubt.

 

 



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Dr. med. Claudia Osthoff / www.apotheken-umschau.de ; 08.08.2010, aktualisiert am 15.05.2012
Bildnachweis: iStock/jakbchuk

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