abschnittweise auftretende Entzündung der kleinen und mittleren Arterien, die zur Zerstörung der Arterienwand führt und häufig das umgebende Bindegewebe mitbetrifft. Die Erkrankung ist selten und betrifft v. a. Männer im mittleren Lebensalter.
Ursache: Wie bei den anderen Kollagenosen sind die Ursachen weitgehend unbekannt. Autoimmunprozesse werden vermutet.
Befund: Die entzündlichen Veränderungen führen zu Gefäßverschlüssen und Aussackungen der Gefäßwand (Aneurysmen). Oft beginnt die Krankheit plötzlich und geht mit allgemeinem Unwohlsein einher. Bei Befall der Niere treten blutiger Urin, Bluthochdruck und Wassereinlagerungen auf, Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen und Durchblutungsstörungen des Gehirns bei Befall des Nervensystems. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, können Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt die Folge sein. Auch können Magen-Darm-Beschwerden, eine Bauchspeicheldrüsen- oder Lungenentzündung sowie ein Raynaud-Syndrom an den Extremitäten auftreten. Die Panarteriitis nodosa kann rasch zum Tode führen oder schubweise über Jahre und Jahrzehnte verlaufen.
Behandlung: Die Behandlung des Entzündungsprozesses erfolgt mit nichtsteroidalen Antirheumatika, Kortikoiden oder Immunsuppressiva. Die Prognose ist wesentlich vom Nierenbefall abhängig. Ohne Behandlung versterben innerhalb von fünf Jahren 85–95 % der Erkrankten.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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