naturheilkundliches Behandlungsverfahren mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch. Die Ozontherapie wird hauptsächlich zur Steigerung des Allgemeinbefindens, bei arteriellen Durchblutungsstörungen und bei chronisch-degenerativen Erkrankungen sowie zur Behandlung von Infekten angewandt. Die Verabreichung kann je nach Erkrankung z. B. durch Injektion in einen Muskel oder als Hautbegasung (Ozonunterdruckbehandlung, z. B. an infizierten Wunden, Geschwüren, Fisteln und offenen Stellen) erfolgen. Wegen der Gefahr einer Lungenembolie wird heute auf die direkte Injektion des gasförmigen Ozon-Sauerstoff-Gemisches in eine Vene verzichtet. Inzwischen ist die Ozontherapie mit ozonangereichertem Eigenblut üblich. Ozon darf wegen seiner Reizwirkung auf die Atemwege nicht eingeatmet werden, hat jedoch ansonsten bei ordnungsgemäßer medizinischer Anwendung kaum Nebenwirkungen. Der Wirksamkeitsnachweis der Ozontherapie steht noch aus.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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