alle Erkrankungen oder Veränderungen, die sich innerhalb des Hypothalamus-Hypophysen-Systems abspielen. Die Hypophysenkrankheiten im eigentlichen Sinne betreffen den Hypophysenvorderlappen, im weiteren Sinne auch den Hinterlappen (z. B. zentraler Diabetes insipidus).
Ursache: Der häufigste Grund hypophysärer Störungen sind Tumoren, insbesondere Hypophysenadenome, seltener und dann insbesondere bei Jüngeren Kraniopharyngeome. Oft produzieren Adenome Hormone und verursachen damit eine Hypophysenvorderlappenüberfunktion. Verschiedene Ursachen wie Entzündungen, Verletzungen, Blutungen oder Autoimmunerkrankungen können zu einer teilweisen oder vollständigen Gewebszerstörung mit Hypophysenvorderlappenunterfunktion führen.
Befund: Die Symptomatik ist zum einen bedingt durch die Art der überproduzierten oder fehlenden Hormone, zum anderen durch die von Tumoren lokal ausgelösten Verdrängungserscheinungen (z. B. Hirndrucksteigerung, Gesichtsfeldausfälle). Viele Geschwülste lassen sich im Röntgenbild, Computer- oder Kernspintomogramm des Schädels darstellen.
Behandlung: Abhängig von der zugrunde liegenden Störung kommen die medikamentöse Therapie mit Hormonen und anderen Medikamenten oder die operative Entfernung bzw. Bestrahlung von Tumoren zum Einsatz.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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