Behandlungstechnik, bei der der Betroffene durch Suggestion in einen Zustand tiefster Entspannung versetzt wird und eine Veränderung des Bewusstseinszustandes eintritt. Die Willensbildung ist stark herabgesetzt und es besteht ein besonderer Kontakt zum Hypnotiseur, dessen Anweisungen auch nach der Hypnose befolgt werden (Suggestion). Gegen den Willen des Betroffenen ist eine Hypnose nicht durchführbar.
Die oberflächliche Hypnose ist dem Wachzustand ähnlich und kann in der psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden. Die tiefe Hypnose führt zu einem schlafähnlichen Zustand oder zu echtem Schlaf und wird z. B. zur Hypnotherapie u. a. bei Schmerzen oder akuter Angst und Unruhe oder als Heilschlaf genutzt, um Selbsthilfekräfte bei seelisch Kranken freizusetzen. Zur Aufdeckung früherer seelisch erschütternder oder konfliktreicher Erlebnisse, z. B. bei einer Neurose, kann die Hypnose mit dem Ziel eingesetzt werden, über das Wiedererleben dieser Ereignisse eine Verarbeitung zu erreichen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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