Ausscheidung von Glukose im Urin. Sie tritt ab einer Blutzuckerkonzentration von 180 mg/dl auf und lässt sich mittels eines einfachen Streifentests im Urin nachweisen. Ursache ist ein Überschreiten der Zuckerschwelle der Niere. Die Glukosurie ist meist Zeichen eines Diabetes mellitus, kommt jedoch vorübergehend auch in der Schwangerschaft, bei Gehirnerschütterung, Schlaganfall, Kohlenmonoxidvergiftung sowie nach Verzehr großer Mengen leicht verdaulicher Kohlenhydrate vor. Eine Glukosurie macht keinerlei Beschwerden. Ein »positiver Zucker« im Urin ist daher oft ein Zufallsbefund bei Routineuntersuchungen und sollte immer Anlass für eine gründliche ärztliche Untersuchung sein, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen bzw. einen Diabetes mellitus frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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