vor, während und nach körperlicher Belastung aufgezeichnete Herzstromkurve. Das Belastungs-EKG wird zur Diagnose und Beurteilung von belastungsabhängigen Rhythmusstörungen, koronarer Herzkrankheit und Bluthochdruck eingesetzt. Auch die Abschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit nach Herzerkrankungen, z. B. nach Herzinfarkt, oder Kontrolle der Leistungsfähigkeit des Gesunden sind damit möglich.
Durchführung: Vor Beginn müssen bestimmte Herzmedikamente nach ärztlicher Anordnung abgesetzt werden. Zunächst wird ein Ruhe-EKG aufgezeichnet, um eine akute Herzerkrankung (z. B. Infarkt) auszuschließen; anschließend erfolgt eine Messung bei definierter körperlicher Belastung (Ergometrie). Am häufigsten ist die Fahrradergometrie im Liegen oder Sitzen. Der Tretwiderstand wird dabei stufenweise erhöht, bis 80–90 % der altersabhängigen maximalen Herzfrequenz erreicht sind. Während der gesamten Belastung und der nachfolgenden 10–15 Min. wird das EKG kontinuierlich aufgezeichnet.
Komplikationen: Es kann während eines Belastungs-EKGs zu ausgeprägten Herzrhythmusstörungen, starkem Blutdruckanstieg oder Blutdruckabfall kommen, was ein sofortiges Abbrechen der Belastung erforderlich macht. Die Untersuchung wird auch umgehend unterbrochen, wenn Erschöpfung, stark zunehmende Atemnot, Schwindel, Kopfschmerzen, eine Zyanose, Herzschmerzen oder akute EKG-Veränderungen auftreten.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung