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Prämenstruelles Syndrom: Was hilft bei den Beschwerden

Schmerzen vor der Monatsregel, Stimmungstief und Brustspannen – das muss nicht sein. Was Sie bei PMS tun können


Bewegung an der frischen Luft hilft gegen PMS-Beschwerden

Die Stimmung ist gereizt. Die Welt zeigt sich in tiefem Grau. Bauch und Beine schwellen an. Die Brust schmerzt. Es ist ein ganzes Bündel von Beschwerden, das Frauen in den Tagen vor der Monatsblutung das Leben schwer machen kann. Meist beginnen die Probleme zehn bis sieben Tage vor der Periode, verstärken sich und hören mit dem Einsetzen der Blutung oft schlagartig auf.

„Die Symptome sind vielfältig, und es gibt keinen Test, mit dem sich das prämenstruelle Symptom eindeutig diagnostizieren lässt“, sagt Dr. Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte. Mediziner gehen von einem Ungleich­gewicht der Geschlechtshormone aus, das zyklusbedingt auftritt und auch die Produktion weiterer Hormone und Botenstoffe beeinflusst.


Studien zeigen, dass Frauen mit schlechter Vit­­a­min-D-Versorgung häufiger unter dem prämenstru­ellen Syndrom (PMS) leiden. Vitamin D bildet der Körper überwiegend selbst unter dem Einfluss von Sonnenlicht. Wer sich täglich mindestens 30 Minuten bei Helligkeit im Freien aufhält, verbessert nicht nur die Versorgung mit Vitamin D. Tageslicht regt auch die Serotonin-Produktion an. Dieser Botenstoff hellt die Stimmung auf.

Eine abwechslungsreiche Kost mit vollwertigen Getreideprodukten liefert genug Vitamin B1 und B2. Nach einer kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie leiden Frauen, welche diese Substanzen mit der Nahrung reichlich aufnehmen, deutlich seltener am prämenstruellen Syndrom. Auch eine gute Versorgung mit Magnesium und Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel aus Meeresfisch, scheint sich günstig auszuwirken. Ebenfalls empfehlenswert: auf Zigaretten zu verzichten und beim Kaffee zurückhaltend zu sein.

Ursula Hildebrandt, Ärztin am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Sporthochschule in Köln, rät zu drei- bis viermal mindestens 30 bis 40 Minuten Sport pro Woche: „Bewegungstraining ­verbessert das Körpergefühl. Wer sich kräftig und ausgelastet fühlt, kann mit PMS-Beschwerden wie Völlegefühl, Müdigkeit, vermindertem Selbstwertgefühl oder Depressionen besser fertig werden.“

Bringt die Umstellung der Lebensweise keine ausreichende Erleichterung, lohnt sich der Versuch mit einem Mönchspfeffer-Präparat. Der Extrakt aus den Früchten von Vitex agnus-castus reguliert das hormonelle Gleichgewicht. Bleiben die Beschwerden trotz solcher Maßnahmen sehr ausgeprägt, steckt vielleicht eine depressive Erkrankung dahinter.„Dann ist die Zusammenarbeit des Frauenarztes mit dem Psychiater sinnvoll“, sagt Albring. „Die Patientinnen sollten sich nicht scheuen, eine solche Empfehlung anzunehmen.“

Hilfe bei Regelschmerzen

Vorbeugen: Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Magnesium. Gute Quellen dafür sind Hülsenfrüchte, Erdnüsse, Meeresfisch, ­Bananen und Vollkornprodukte. Eventuell empfiehlt sich auch ein Magnesiumpräparat.

Lindern: Wärme ist der Klassiker zur Selbsthilfe. Kleiden Sie sich so, dass Bauch, Rücken und ­Füße gut warm sind. Eine Wärmflasche auf dem Bauch entkrampft. Bewährt haben sich auch ­spezielle Wärmepflaster.

Medikamente: Schmerzmittel und krampf­lösende Präparate lindern starke Schmerzen, wenn sie möglichst frühzeitig eingenommen werden. Auf Acetylsalicylsäure sollten Sie ­verzichten, da sie die Blutung verstärken kann.



Maria Haas / Apotheken Umschau; 05.08.2005, aktualisiert am 19.12.2011
Bildnachweis: Shotshop/Monkey Business

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