Bei einer Hepatitis B handelt es sich um eine virusbedingte Leberentzündung. Hepatitis B wird durch das gleichnamige Hepatitis B-Virus, kurz HBV, verursacht und ist eine der häufigsten Infektions-Krankheiten überhaupt: Etwa zwei Milliarden Menschen waren einmal mit HBV infiziert, zwischen 300 und 420 Millionen Menschen tragen das Virus chronisch in sich. Der Krankheitserreger wird über Blut und andere Körperflüssigkeiten wie Sperma übertragen. Mehr als die Hälfte aller HBV-Infektionen in Deutschland gehen heutzutage auf Sexualkontakte zurück. Aus diesem Grund zählt Hepatitis B auch zu den so genannten sexuell übertragbaren Krankheiten.
Von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome können bis zu sechs Monate vergehen. Dann treten Beschwerden wie Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht auf. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was mitunter schwerwiegende Komplikationen, wie eine Leberzirrhose verursachen kann.
Zur Behandlung (Therapie) der Leberentzündung kommen antiviral wirksame Medikamente und Interferon zum Einsatz. Um sich gegen Hepatitis B zu schützen, empfehlen sich eine Impfung und Vorsorgemaßnahmen wie geschützter Geschlechtsverkehr. Seit 1995 ist die Hepatitis B-Impfung in den generellen Impfkalender für Kinder mit aufgenommen.
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13.09.2005, aktualisiert am 10.10.2011
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/ Szczesny/Jörg Steffens
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