Frauen, die die Pille nehmen, haben oft einen regelmäßigeren Zyklus als vorher. Manchmal können aber auch Zwischenblutungen auftreten
Ovulationsblutung
Symptome: Schmierblutungen, leichte Blutung von ein bis drei Tagen während des Eisprungs in der Mitte des Menstruationszyklus, oft verbunden mit Mittelschmerz.
Ursache, Therapie: Das Absinken des Östrogenspiegels nach dem Eisprung bewirkt manchmal eine Hormonentzugsblutung. Hier kann der Arzt die Einnahme einer Antibabypille für sinnvoll erachten, um die hormonelle Situation zu stabilisieren. Auch eine gezielte Behandlung mit Östrogen- bzw. Gestagen-Östrogen-Präparaten in der Zyklusmitte kann unter Umständen angeraten sein. Häufig helfen auch Stressabbau und eine gesunde, ausgeglichene Lebensweise, Zyklusbeschwerden zu verringern.
Gelbkörperschwäche
Symptome: Schmierblutungen wenige Tage vor Einsetzen der Regelblutung beziehungsweise nach Ende der Regelblutung
Ursache, Therapie: Hier produziert der Gelbkörper (siehe unter „Menstruationszyklus“) nicht genügend Progesteron. Es kommt zu Zwischenblutungen oder einem verkürzten Zyklus. Der Progesteronmangel kann auch Ursache für eine ausbleibende Schwangerschaft sein. Eine Hormonersatztherapie mit Gestagenpräparaten kann hier Hilfe bringen.
Ebenso kann es auch Unregelmäßigkeiten in der Produktion der stimulierenden Hormone FSH und LH geben.
Bei ausgeprägten Blutungsstörungen und unerfülltem Kinderwunsch kann eine eingehende Abklärung der hormonellen Situation (endokrine Basisdiagnostik) notwendig werden, auch wenn erste Therapiemaßnahmen keine Hilfe bringen. Das geschieht häufig in einer endokrinologischen Spezialpraxis.
Hormonelle Verhütungsmittel
Symptome: Schmierblutungen, Zwischenblutungen, gestörte Regelblutung bis hin zum Ausbleiben der Regel
Ursache, Therapie: Meisten tragen hormonelle Verhütungsmittel wie die Antibabypille dazu bei, Zyklusstörungen zu normalisieren. Deshalb setzen die Ärzte sie mitunter auch zur Therapie von Hormonschwankungen und unterstützend zu anderen Behandlungen ein.
Frauen, die mit der sogenannten Minipille oder auch einer Dreimonatsspritze verhüten, erleben häufiger Zwischenblutungen und andere Menstruationsstörungen. Die Minipille ist ein niedrig dosiertes Gestagenpräparat, das inzwischen immer seltener eingesetzt wird. Auch die Dreimonatsspritze enthält Gestagene. Sie eignet sich jedoch nicht zur langfristigen Verhütung.
Meistens verschreiben die Ärzte unterschiedliche Kombinationen aus Östrogenen und Gestagenen, die sehr individuell ausgesucht werden können. Zwischenblutungen können manchmal anfangs auftreten, wenn eine Frau eine Pille (heute sehr oft eine sogenannte Mikropille) neu einnimmt. In der Regel stabilisiert sich das nach wenigen Monaten. Manchmal treten auch unter kombinierten Pillen Blutungsstörungen auf. Dann kann es, wenn keine organischen Ursachen vorliegen, sinnvoll sein, auf ein anderes Präparat umzustellen.
Andrea Blank-Koppenleitner / www.apotheken-umschau.de;
08.06.2009, aktualisiert am 04.04.2012
Bildnachweis: Banana Stock/RYF
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