Platzwunde am Kopf: Mit steriler Wundauflage versorgen. Zum Fixieren Dreiecktuch seitlich am Kopf verknoten.
Nasenbluten: Kopf leicht nach vorne beugen. Den Nacken kühlen, zum Beispiel mit einem feuchten Waschlappen. Vorsicht, Eisbeutel dürfen nicht direkt die Haut berühren, sonst könnte es zu Erfrierungen kommen! Weder Watte noch Mull in die Nase stecken – das Blut soll ablaufen. Mehr zum Thema: Erste Hilfe bei Nasenbluten.
Schwere Blutung:
Bei jeder schweren Blutung sollten Sie nach Möglichkeit einen Druckverband anlegen.
Druckverband: Wunde mit steriler Wundauflage abdecken. Zum Fixieren zwei- bis dreimal mit einer Binde umwickeln. Ein zweites, ungeöffnetes Verbandpäckchen aus dem Erste-Hilfe-Set als Druckpolster auflegen und mit der restlichen Binde fixieren. Aber Vorsicht: Nicht so kräftig binden, dass die Gliedmaße blau anläuft. Schützen Sie sich selbst, indem Sie beim Helfen Handschuhe tragen.
Fremdkörper in der Wunde dürfen nicht herausgezogen werden, denn das reißt die Verletzung noch weiter auf.
Abgetrennte Körperteile: Abgeschnittene Finger und andere abgetrennte Gliedmaßen können oft wieder angenäht werden. Behandeln Sie sie sorgfältig und übergeben sie dem Rettungsdienst. Versorgen Sie zuerst die Wunde! Den abgetrennten Körperteil auf keinen Fall säubern oder abwaschen, sondern keimfrei umwickeln und in eine dichte Tüte legen. Zum Kühlen diese Tüte in eine zweite geben, die mit Eis und Wasser gefüllt ist.
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15.11.2006, aktualisiert am 21.11.2011
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle
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