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Lust auf Spargel? Unsere besten Tipps!

Ob weiß, violett oder grün: Hier erfahren Sie, woran Sie Frische und Qualität des Gemüses erkennen, was alles drin steckt und wie Sie Spargel am besten lagern und zubereiten


Feines Gemüse: weißer Spargel

„Bis Johanni nicht vergessen: sieben Wochen Spargel essen.” Dieses Sprichwort erinnert daran, dass die Spargelsaison begonnen hat. In mühevoller Handarbeit stechen Erntehelfer die weißen Sprossen, die dann in Restaurants oder daheim auf dem Teller landen. Nach Johanni, also dem 24. Juni, ist die Spargelzeit traditionell vorbei. Dann erholen sich die Pflanzen bis zum nächsten Frühling.

Weiß, violett oder grün?

Der typische deutsche Spargel ist weiß, wobei die Spitzen manchmal violette Züge tragen. Daneben gibt es grünen Spargel. In welcher Farbe die schlanken Stangen erscheinen, hängt vom Sonnenlicht ab. Verstecken sich die Sprossen gänzlich unter den angelegten Erdwällen, bleiben sie vornehm blass. Ragen die Spitzen aus der Erde, färben sie sich violett. Grüner Spargel wächst oberirdisch und darf sich sonnen. Dabei bildet er den grünen Farbstoff Chlorophyll.


Weißer Spargel schmeckt sehr mild, violetter ein wenig kräftiger. Die grüne Variante besticht durch einen herzhaft-würzigen Geschmack. Bitter sollten die Stangen dagegen nicht sein. Dann haben die Spargelstecher sie zu nah an der Wurzel abgetrennt. Haben Sie bitteren Spargel erwischt, sollten Sie die unteren Enden großzügig abschneiden.

Wer am Spargelstand steht, muss sich überlegen, welche Qualität er erwerben möchte. Spitzenklasse ist weißer Spargel, wenn er nach der Vermarktungsnorm der Europäischen Union die Kriterien der „Klasse Extra“ erfüllt. Dafür muss die Stange unter anderem praktisch kerzengerade sein, einen „Bauchumfang“ von mindestens zwölf Millimetern haben und geschlossene Köpfchen aufweisen. Wächst der Spargel nicht akkurat, sondern ist leicht gebogen, rutscht er in „Klasse I“. Krummere Sprosse, deren Köpfchen leicht geöffnet sind, die grünliche Stellen tragen und zudem leicht holzig sein können, gehören in die günstigere „Klasse II“.


Was steckt im Spargel drin?

In erster Linie Wasser. Daneben punktet die Delikatesse mit einem hohen Vitamingehalt. Durch eine Portion weißen Spargel (etwa 500 Gramm) decken Sie ihren Tagesbedarf an Vitamin C und E zu etwa 80 Prozent ab. Auch Folsäure, weitere B-Vitamine und der Mineralstoff Kalium kommen reichlich vor. Grüner Spargel enthält mehr Vitamin C als die helle Variante. Das feine Aroma liefert die Asparaginsäure, die außerdem die Nierentätigkeit anregt.

Wer zu den „Asparaginsäure-Zersetzern“ gehört, verstoffwechselt die Säure im Körper mit Hilfe eines speziellen Enzyms in schwefelhaltige Verbindungen. Wegen diesen Abbauprodukten riecht der Urin nach einem Spargelgericht oft etwas eigentümlich. Angeblich soll jeder zweite Mensch dieses Enzym besitzen. 

In dem Gourmet-Gemüse stecken darüber hinaus Purine. Diese Substanzen baut der Körper zu Harnsäure ab und scheidet sie über die Nieren wieder aus. Ist die Harnsäurekonzentration zu hoch, können sich Kristalle bilden, die sich zum Beispiel in Gelenken ablagern. Menschen, die an Gicht leiden, können deshalb unter Umständen einen Gichtanfall provozieren. Sprechen Sie deshalb mit dem Arzt ab, wie viel Spargel Sie zu sich nehmen dürfen.

Funktionieren die Nieren nur noch eingeschränkt, kann sich die entwässernde Wirkung von Spargel negativ auf das Organ auswirken. Klären Sie in diesem Fall vorsichtshalber mit dem Arzt ab, ob Sie sich eine Portion Spargel gönnen dürfen. Das gilt auch, wenn Sie zu Nierensteinen neigen.

Wie lange hält sich Spargel?

Am besten genießen Sie ihn frisch. In ein feuchtes Tuch eingewickelt, können Sie Spargel aber auch zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Möchten Sie auch im Winter nicht auf diese Delikatesse verzichten, können Sie die Sprossen einfrieren. Waschen und schälen sie den Spargel, schneiden Sie die Enden ab, dann kann er roh ins Gefrierfach. Für die Zubereitung den Spargel gefroren in heißes Wasser geben und ganz normal kochen. Die Stangen üssen nicht vorher auftauen.

Ein ideales Gemüse zum Abnehmen

Tipp: Spargel können Sie mit gutem Gewissen essen, wenn Sie abnehmen möchten. 100 Gramm enthalten lediglich etwa 20 Kilokalorien. Pro Portion (500 Gramm) kommen Sie damit nur auf rund 100 Kilokalorien. Vergessen Sie allerdings nicht die Kalorien, die Sauce Hollandaise oder Buttersoße liefern!



Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de; 03.05.2010, aktualisiert am 17.04.2012
Bildnachweis: Panthermedia/Peter Jobst

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