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Fragen an die Experten:
Darmkrebs – oft erblich?

Angeblich ist jeder dritte Erkrankungsfall erblich bedingt: Stimmt das? Was folgt daraus?


Chromosomen als Träger der Erbinformation: Hier ist auch der Code "erblicher Darmkrebs" verschlüsselt

Bei der Entstehung von Darmkrebs unterscheidet man grundsätzlich drei Arten: Den sporadischen (“zufälligen”) Darmkrebs, der bei ungefähr 75 Prozent der Menschen, also der großen Mehrheit, auftritt, ferner den Darmkrebs bei erhöhtem familiären Risiko (etwa 20 Prozent) sowie den klassischen genetisch, also erblich bedingten Darmkrebs (ein bis fünf Prozent). Der erbliche Darmkrebs geht entweder mit der Polypenkrankheit einher oder mit einer deutlichen Neigung zur Krebsbildung auch andernorts im Körper. Viel häufiger ist das familiär erhöhte Darmkrebsrisiko: Wenn in der Familie jemand betroffen ist, so steigt das Erkrankungsrisiko der leiblichen Verwandten schon auf ungefähr das Doppelte. Daher sind Gespräche in der Familie über Krankheiten extrem wichtig! Menschen mit leiblichen Verwandten, die Darmkrebs haben, sollten sich in einem Alter, das mindestens zehn bis 15 Jahre unter dem Erkrankungsalter der von Darmkrebs betroffenen Verwandten liegt, vorbeugend selbst untersuchen lassen. 

 

 

 

Prof. Dr. med. J. F. Riemann
Ehem. Direktor der Med. Klinik C
Klinikum der Stadt Ludwigshafen gGmbH


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Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
 



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 30.10.2007, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/ Dr. Michael Speicher

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