Eine Allergie kann sich aufgrund von Ähnlichkeiten der Allergene auf verschiedene Allergene derselben oder aber verschiedener Kategorien richten
Der Begriff „orales Allergiesyndrom“ ist eine Form der Nahrungsmittelallergie, die sich durch Symptome im Mund und Rachen bemerkbar macht. Die Patienten klagen über ein pelziges Gefühl auf der Zunge, Juckreiz im Rachen, Lippenschwellung oder Bläschen auf der Zunge oder den Lippen. Betroffen sind neben Nahrungsmittelallergikern auch Menschen, die eigentlich an einer Pollenallergie leiden. In diesem Fall kommt es aufgrund einer Kreuzreaktion zwischen Pollen und bestimmten Nahrungsmitteln zu Symptomen. Diese treten oft nur während der Pollensaison auf, können aber auch ganzjährig vorkommen. Eine Ausdehnung des Syndroms auf den Verdauungstrakt erfolgt meist deshalb nicht, weil es sich überwiegend um säureanfällige Allergene handelt, welche die Passage durch den Magen „nicht überleben“. In der Mundhöhle aber kann es zu ausgeprägten Symptomen kommen, die gleichzeitig auch meist einen wichtigen Warnhinweis für den / die Betroffene / n darstellen. Ein allergischer Schock ist bei sehr schweren Nahrungsmittelallergien auf Erd-, Hasel- oder Paranüsse, Meeresfrüchte, Fisch, Kuhmilch, Hühnerei, Soja oder Weizen möglich. Solche Patienten sollten immer eine Notfallmedikation mit sich zu führen, die der Allergologe verordnet und deren Anwendung er erklärt.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.
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21.01.2007, aktualisiert am 26.04.2011
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