Sicher gibt es auch Mehrfachallergien, aber viel öfter kommt es vor, dass allein die Angst, auch noch auf viele andere Nahrungsmittel allergisch zu sein, zu sehr ähnlichen Beschwerden führt. Selbst Säuglinge mit Neurodermitis, die durchaus häufiger zu Nahrungsmittelallergien neigen, sind meist nur gegen ein bis drei Nahrungsmittel gleichzeitig allergisch. Die häufigsten Auslöser einer Nahrungsmittelallergie sind: Milcheiweiß, Hühnereiweiß und Nüsse, selten einige Weißfische (zum Beispiel Brasse, Barbe, Rotfeder). Selten führen auch Karotten, Sellerie und Kernobst zu allergischen Reaktionen. Konservierungs- und Farbstoffe sind ebenfalls potenzielle Allergene, allerdings reagieren nur wenige Menschen darauf allergisch. Ob und worauf jemand allergisch reagiert, lässt sich auf zwei Arten herausfinden:
Empfehlenswert und „Goldstandard“ in der Diagnostik ist es, einen solchen Provokationstest unter ärztlicher Kontrolle durchzuführen, am besten als „Doppelblindtest“, bei dem weder der Arzt noch der Betroffene wissen, was verabreicht wird. In der Praxis wird das aber nur selten, meistens im Zusammenhang mit Studien, gemacht.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.
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21.01.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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