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Die häufigsten Auslöser einer Nahrungsmittelallergie?

Was löst am häufigsten eine Nahrungsmittelallergie aus? Gibt es auch „Mehrfachallergien”? Aus der "Experten-Sprechstunde Allergien"


Milcheiweiß, Hühnereiweiß oder (Erd-)Nüsse sind die häufigsten Auslöser von Nahrungsmittelallergien

Sicher gibt es auch Mehrfachallergien, aber viel öfter kommt es vor, dass allein die Angst, auch noch auf viele andere Nahrungsmittel allergisch zu sein, zu sehr ähnlichen Beschwerden führt. Selbst Säuglinge mit Neurodermitis, die durchaus häufiger zu Nahrungsmittelallergien neigen, sind meist nur gegen ein bis drei Nahrungsmittel gleichzeitig allergisch. Die häufigsten Auslöser einer Nahrungsmittelallergie sind: Milcheiweiß, Hühnereiweiß und Nüsse, selten einige Weißfische (zum Beispiel Brasse, Barbe, Rotfeder). Selten führen auch Karotten, Sellerie und Kernobst zu allergischen Reaktionen. Konservierungs- und Farbstoffe sind ebenfalls potenzielle Allergene, allerdings reagieren nur wenige Menschen darauf allergisch. Ob und worauf jemand allergisch reagiert, lässt sich auf zwei Arten herausfinden:

  • Durch eine Eliminationsdiät: Dabei lässt man die verdächtigten Nahrungsmittel für zwei bis drei Wochen weg und beobachtet, ob damit auch die Beschwerden verschwinden.
  • Durch eine Provokationsdiät: Dabei werden die „unter Verdacht“ stehenden Lebensmittel einzeln in geringen Mengen ausprobiert. Das sollte aber nur tun, wer bei guter Gesundheit ist. Achtung: Wenn ein bestimmtes Nahrungsmittel schon einmal zu einer Schockreaktion geführt hat, darf man damit einen solchen Provokationstest natürlich keinesfalls praktizieren.

Empfehlenswert und „Goldstandard“ in der Diagnostik ist es, einen solchen Provokationstest unter ärztlicher Kontrolle durchzuführen, am besten als „Doppelblindtest“, bei dem weder der Arzt noch der Betroffene wissen, was verabreicht wird. In der Praxis wird das aber nur selten, meistens im Zusammenhang mit Studien, gemacht.

 

Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)


Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.


Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 21.01.2007, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/Winfried Fischer

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