Die Zeichentrickfigur Homer Simpson erklärt uns die Herkunft seines Übergewichts so: "Ich leide am Jo-Jo-Effekt. Wie das aussieht? Jo, noch nen Hotdog! Jo, noch mehr Erdnüsse!" Der Name des ungeliebten Phänomens kommt natürlich eigentlich vom stetigen Auf und Ab der Kiloanzeige auf der Waage. Aber trotzdem hat Homer auch ein bisschen recht. Denn an der Gewichtszunahme sind falsche Ernährungsgewohnheiten schuld.
Professor Volker Schusdziarra ist Ernährungswissenschaftler an der Technischen Universität München. Der Abnehm-Coach hat für uns die fünf wichtigsten Punkte zusammengefasst, mit denen Sie dem Jo-Jo-Effekt entkommen.
1. Keine Hungerkuren
Wer fast nichts mehr isst und radikal abspeckt, gaukelt seinem Körper eine Hungersnot vor. Der Körper senkt zur Sicherheit den Grundumsatz, und sobald wieder Nahrung verfügbar ist, lagert er die Kalorien umso emsiger ein. Nähern Sie sich Ihrem Traumgewicht also Schritt für Schritt, sonst bleibt die schlanke Figur leider ein Traum. Ein halbes Kilo pro Woche ist empfehlenswert. Andernfalls sind die verlorenen Kilogramm schnell wieder auf den Rippen.
2. Vielseitig ernähren
Schusdziarra rät von Diät-Modellen à la Atkins (keine Kohlenhydrate) oder Dukan (fast nur Eiweiß) ab. Erstens ist eine einseitige Ernährung ungesund, zweitens hält kein Mensch die Eintönigkeit besonders lange durch. Abwechslungsreich und gesund soll der Speiseplan aussehen. Nur so funktioniert eine niedrigkalorische Ernährung ohne Heißhungerattacken.
3. Vorlieben beachten
Jeder Mensch hat kulinarische Vorlieben und darauf hat er auch ein Recht. Also heißt es, unter Berücksichtigung der persönlichen Präferenzen, die Gesamtkalorienmenge zu reduzieren. Das Geheimnis ist, Lebensmittel mit einer geringen Energiedichte und großem Volumen zu verzehren. Zum Beispiel Salat, Putenfleisch, Magerquark oder Wassermelone. Sie machen satt, aber nicht dick.
4. Getränkekalorien reduzieren
Säfte, Saftschorlen, Limonaden und Alkohol liefern viele Kalorien in Form von Zucker und machen trotzdem nicht satt. Auch wenn Saft einen gesunden Ruf genießt, kann er Speckröllchen fabrizieren. Wer ein Jahr lang einen Liter Saft am Tag trinkt, schlürft mal eben nebenher die Energiemenge für 25 Kilogramm Fettgewebe!
5. Aktiv werden
Jeder Gang macht schlank. Wer sich regelmäßig bewegt, verbrennt zusätzlich Kalorien. Außerdem baut man durch die Bewegung Muskeln auf. Und die verbrauchen – verglichen mit Fett – auch im Ruhezustand mehr Energie. Ab und zu den Aufzug gegen die Treppe zu tauschen, reicht allerdings nicht. Zwei bis drei mal die Woche Sport hilft jedoch – neben der Ernährungsumstellung – das Gewicht zu halten.
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
27.06.2011
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
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